Die Geschichte Berlins von 1800 bis 1979 - Blatt 11 - Tiergarten um 1880

Tiergarten um 1880

 Der neue Westen

 

 

1861
Tiergarten und Moabit werden mit 6.500 Einwohnern in Berlin eingemeindet. Damit beginnt die dynamische Ausdehnung der

Reichshauptstadt in den „Neuen Westen".

1871
Der Lehrter Bahnhof wird eröffnet. Von dort verkehren die Fernzüge nach Lehrte (Richtung Hannover), und auch die Funktion des Hamburger Bahnhofs in der Invalidenstraße wird vom „Lehrter” übernommen. Außerdem wird die östliche Ringbahn eröffnet (von Moabit über Stralau, Rixdorf und Schöneberg).

1873
Die Siegessäule, gebaut von Heinrich Strack, wird auf dem Königsplatz (heutiger Platz der Republik) eingeweiht.

1875
Baubeginn des alten Hansaviertels. Die Firma Borsig (seit 1898 in Tegel) wird in Moabit zur größten Lokomotivfabrik der Welt.

1876
Man beginnt das Kriminalgericht in der Turmstraße zu bauen.

1879
Auf der Gewerbeausstellung am Lehrter Bahnhof führt die Firma Siemens die erste elektrische Bahn der Welt vor.

1880
„In den Zelten” an der Spree eröffnen Berliner Brauereien ein Ausflugs- und Vergnügungs-Zentrum „Mit Musike”.

1881
Die Firma Carl Bolle mit den bald über Berlin hinaus bekannten Milchwagen macht Moabit zu einem Meierei-Zentrum. In der Viktoriastraße, Bendlerstraße und Tiergartenstraße entstehen am südlichen Tiergartenrand die vornehmsten Villen.

 

Quellenhinweise: die Bildmappen befinden sich in der Berliner Stadtplansammlung. Hier wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung von Frau Susanne von Bargen und der Berliner Morgenpost.

Weitere Informationen

  • Personen, Verlage: Robinson (Werner Kruse)