Die Geschichte Berlins von 1180 bis 1780 - Blatt 6 - Spandau um 1635

Spandau um 1635

Die Zitadellenstadt

 

1578
Rochus Graf von Lynar baut die Zitadelle Spandau weiter aus, die vom Venezianer Chiramello di Gandino 1560 begonnen worden war. Die Arbeiten dauern bis 1594.

1620
Ausbau der Stadt zur „Hauptfeste der Mark Brandenburg” Schwedens König Gustav Adolf kommt erstmals inkognito als „Käptn Lars” nach Spandau.

1622
Aufstand der Spandauer gegen den Festungskommandanten von Ribbeck.

1624
Spandau wird die wichtigste Garnison der Mark Brandenburg. Weitere Verstärkung der Stadtbefestigung, weil immer mehr Städte, trotz ihrer Mauern und Türme, von den Kämpfen des Dreißigjährigen Krieges verwüstet werden.

1631
Die Schweden besetzen Spandau und halten Stadt und Festung bis 1634.

1641
Der katholische Kanzler der Mark Brandenburg, Reichsgraf Adam zu Schwarzenberg, stirbt unter mysteriösen Umständen in Spandau. Lange Zeit hält sich das Gerücht, er sei nach dem Regierungsantritt des Großen Kurfürsten von dessen Anhängern ermordet worden.

1675
Mit dem Sieg des Großen Kurfürsten über die Schweden bei Fehrbellin und dem endgültigen Abzug der schwedischen Truppen aus der Mark Brandenburg im Jahre 1678 verliert Spandau seine militärische Schlüsselrolle als „letzte Bastion” der Hohenzollern. Endgültig muß die Stadt ihre zeitweilige Führungsstellung an Berlin abgeben.

 

Quellenhinweise: die Bildmappen befinden sich in der Berliner Stadtplansammlung. Hier wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung von Frau Susanne von Bargen und der Berliner Morgenpost.

Weitere Informationen

  • Personen, Verlage: Robinson (Werner Kruse)