Über die Sammlung

Meine Sammlung entwickelt sich seit fast 20 Jahren. Im Wesentlichen beschränke ich mich auf Berlin und die nähere Umgebung, aber es gibt auch etwas "Beifang" aus anderen Gebieten.

Die meisten Zugänge kommen aus Antiquariaten, manche von Privatpersonen, einige aus familiären Beständen oder aus Schenkungen. Ich bin regelmäßig auf Anzeigenportalen im Internet auf der Suche nach neuen Plänen und auch zentrale Antiquariatsverzeichnisse sind sehr hilfreich. Die Zeitersparnis durch diese zentralen Recherchemöglichkeiten gegenüber dem Besuch von Ladengeschäften ist enorm.

Weitere Quellen für digitalisierte Berlin-Pläne finden sich im Internet. Ich empfehle einen Blick in das Link-Verzeichnis.

Meine Sammlung besteht aus zwei Teilen:

  • Eine Reihe von Plänen aus Archiven, Bibliotheken oder aus dem Internet besitze ich nur in digitaler Form.
  • Den Hauptteil bilden aber die Pläne, die ich im Original oder als Faksimile oder Reprint besitze. Das sind rund 630 Originale und rund 250 Faksimiles/Reprints. Diese analogen Karten und Pläne habe ich sämtlich in hoher Auflösung digitalisiert. Seit einiger Zeit besitze ich einen Großformatscanner, mit dem ich diese Arbeit selbst in hoher Qualität erledigen kann.

Es gibt also eine analoge Sammlung und eine umfangreichere digitale Sammlung, in der die digitalisierten Papierpläne und weitere Digitalisate aus anderen Quellen zusammengeführt sind.

Insgesamt enthält diese digitale Kartensammlung rund 1.200 Dateien (Stand Juli 2018) und wächst stetig weiter.

Das Ablagesystem der in Papierform vorhandenen Pläne besteht aus drei Ebenen:

1. Ablage nach Verlag oder Hersteller des Plans, soweit nicht bekannt

2. Ablage nach Thema des Plans (z.B. Verkehrsplan, Wanderkarte), soweit nicht passend

3. Ablage nach Zeitepoche.

Die digitale Sammlung bietet natürlich mehr Ordnungsmöglichkeiten und hat die Struktur

1. Epoche, d.h. Ordnung nach Zeitabschnitten

bis 1870 (Altkarten)

1871 bis 1918

1919 bis 1945

1946 bis 1989

ab 1989

2. Herkunft, d.h. Verlag, Hersteller oder auch Kartograph, Zeichner oder Stecher

3. Thema, wie z.B. topographische Karte, Stadtplan, Straßenkarte, Wanderkarte

4. Stadtatlanten

5. Sonderauswertungen, das sind z.B. Betrachtungen bestimmter Stadtgebiete über einen längeren Zeitraum.

Bei der Digitalisierung habe ich mich auf das Kartenbild konzentriert. Doppelseitige Karten und solche, die auf der Rückseite Beikarten enthalten, habe ich beidseitig gescannt und dann beide Seiten per Bildbearbeitung zu einer Datei zusammengefügt. Kartenumschläge, Straßenverzeichnisse, touristische Hinweise pp. habe ich bisher nicht digitalisiert. Alle eigenen Digitalisate sind in hoher Qualität als unkomprimierte TIFF-Dateien abgespeichert.

Darüber hinaus habe ich begonnen, historische Fotos, Luftbilder und Ansichten von Berlin zu digitalisieren.

Neuerwerbungen kommen übrigens oftmals in mehr oder weniger „altersgerechtem“ Zustand bei mir an. Die Falze sind gerissen, die Ränder bestoßen und geknickt, und missglückte Reparaturversuche mit allen möglichen Klebebändern haben dauerhafte Spuren hinterlassen.  Die Reparatur solcher Exemplare kommt manchmal einem Puzzle gleich. Ein Archiv oder Museum würde dieses Puzzle vermutlich in die Restaurationswerkstatt geben, aber die habe ich nicht. Also wird meterweise spezielles Dokumentenreparaturband (bloß kein Tesafilm, der wird nach Jahren spröde und der Kleber fettet durch) verarbeitet, um den Puzzleteilen ein Korsett einzuziehen. Sie werden auf einigen Digitalisaten aber noch die Spuren gut gemeinter Reparaturversuche in Form von Verfärbungen feststellen.

Sollten Sie alte Berlin-Pläne abzugeben haben, nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf, ich suche ständig nach Ergänzungen für die Sammlung.