Landkarten und Stadtpläne seien ein

Abbild der Wirklichkeit,

so eine verbreitete Ansicht. Schon aus mathematischen, geometrischen und technischen Gründen trifft diese Aussage nur bedingt zu. Per definitionem sind Karten ein eingeebnetes, verkleinertes und generalisiertes, mit Beschreibungen und Zeichen versehenes Abbild der Erdoberfläche oder anderer Himmelskörper. Außerdem zeigen sie aber auch nur,

was sie zeigen sollen oder zeigen dürfen. Besonders deutlich wird das auf den Stadtplänen von "Berlin - Hauptstadt der DDR", auf denen der Westteil der Stadt als infrastrukturlose Brache dargestellt war. Viel versteckter, auf den ersten Blick unbemerkt, sind z.B. nach Beginn des zweiten Weltkriegs militärisch wichtige Infrastrukturen - Bahnanlagen, Industrieanlagen, Gaswerke - aus den Berliner Stadtplänen verschwunden. Ich habe neben den Großen Silva-Stadtplan von Berlin von 1938 die Ausgabe von 1940 gestellt und im Vergleich beider Pläne lässt sich gut erkennen, wie sich das Abbild der Stadt durch subtiles Weglassen verändert hat. Solche Manipulationen lassen sich vielfach durch die Jahrhunderte nachweisen. Aktuell dürften sie wegen der allgemein zugänglichen Luft- und Satellitenbilder an Bedeutung verloren haben. Wen das Thema interessiert, dem sei die Diplomarbeit „Kartenmanipulation – Karten(ver)fälschung“ von Elisabeth Müllner empfohlen, die sich systematisch, wenn auch manchmal etwas langatmig, mit technischen, historischen und kausalen Aspekten der Kartenmanipulation befasst: http://othes.univie.ac.at/24674/

Noch zwei Hinweise: Den Schroppschen Stadtplan von 1948 habe ich neu und in besserer Qualität gescannt und hier eingestellt. Dieser im Original riesengroße (1,9 m mal 1,3 m) Plan stellt das gesamte Stadtgebiet einschließlich der Randbezirke dar und zeigt auch Kladow, Rauchfangswerder und Buch. Mit der Karte der Umgegend von Berlin von 1898 habe ich jetzt ein besonders gut erhaltenes Exemplar der topografischen Karte 1 : 100.000 auf diese Seite gestellt.

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Die Berliner Stadtplansammlung enthält Pläne aus der Zeit von 1652 bis nach 1990. Mein Artikel Berliner Stadtpläne seit 1652 im Menu "Informationen" gibt nicht nur einen illustrierten Überblick über die Sammlung, sondern auch einen kurzen Abriss der Berliner Kartografiegeschichte.
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12 Fliegeraufnahmen von Berlin ist der Titel einer Bildmappe , die ich gerade antiquarisch erworben habe. Die Mappe enthält 12 Schrägluftbilder aus geringer Höhe von bedeutenden Berliner Gebäuden der Kaiserzeit. Die Aufnahmen haben das Format 18 x 24 cm. Die Blätter sind 28 x 33 cm groß und liegen ungebunden mit Trennblättern aus Papier in einer schlichten Kartonmappe.
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Berlin zur Zeit des Barock präsentiert sich auf den Vogelschauansichten von Johann Bernhard Schultz von 1688 und 1695 wie auf einem imaginären Luftbild. Aber wie sah es auf den Straßen aus?
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Landkarten und Stadtpläne seien ein Abbild der Wirklichkeit, so eine verbreitete Ansicht. Schon aus mathematischen, geometrischen und technischen Gründen trifft diese Aussage nur bedingt zu. Per definitionem sind Karten ein eingeebnetes, verkleinertes und generalisiertes, mit Beschreibungen und Zeichen versehenes Abbild der Erdoberfläche oder anderer Himmelskörper. Außerdem zeigen sie aber auch nur,
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Ansehenswertes Berlin Liebe Nutzerinnen und Nutzer, diese Seite hat in knapp einem Jahr (solange läuft der Zähler) über 36.000 Beitragsaufrufe. Das ist erfreulich, aber auch bemerkenswert, weil ich anfänglich nicht mit solchem Interesse an einer Seite gerechnet hatte, die doch eher ein Nischenthema behandelt. Interessant auch ein Blick auf die Häufigkeit der einzelnen Aufrufe.
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Die Corona-Pandemie ist nicht die erste große Krise, die unsere Stadt überstehen musste. Manchmal kann ein Blick in die Geschichte helfen, Ereignisse und deren längerfristige Folgen besser einzuordnen und daraus Mut für die Zukunft zu schöpfen.
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Navigating Berlin, die Stadtplanausstellung, in der Auszüge aus meiner Stadtplansammlung präsentiert wurden, endete nach rund drei Monaten am 1. März. Die Ausstellung hat erfreuliches Interesse gefunden, was sicher durch den zentral gelegenen Ort begünstigt wurde. Im Publikum waren alle Altersgruppen vertreten, auch junge Menschen haben sich für alte Stadtpläne und die damit verbundene Geschichte interessiert.
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Navigating Berlin I Snapshots & Transitions nennt sich der erste Teil einer Ausstellung, in der Auszüge aus meiner Stadtplansammlung in Verbindung mit Werken zeitgenössischer Künstler präsentiert werden. Die Berliner Stadtplansammlung bildet die Grundlage für eine Ausstellungsreihe, die am 30.11.2019 in der Galerie im Aufbauhaus am Moritzplatz beginnen wird. Die Ausstellung, kuratiert von Lisa Gordon, betrachtet in drei zeitlich aufeinanderfolgenden Kapiteln die Stadt Berlin mit ihrer Kartografiegeschichte, sie beschäftigt sich mit der Sprache der Karten und mit Hintergründen der Kartenentstehung und -verfälschung. Das Austellungsprogramm finden Sie hier: https://www.clb-berlin.de/
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Stadtpläne spiegeln Kultur- und Wirtschaftsgeschichte Der Vitalis - Verlag hat in den 1950er und 1960er Jahren ein umfangreiches Angebot von Werbeplänen herausgebracht. Mir liegen Pläne von 1952 bis 1966 vor. Ich habe diese Pläne mit Vorder- und Rückseite gescannt, um Ihnen auch die vollständige Werbung darauf zeigen zu können. Sie finden die Pläne, indem Sie unter dem Menupunkt "Karten" den Suchbegriff "Vitalis Verlag" in das Suchfeld "Personen, Verlage" eingeben.
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Berlin in der Jackentasche. Geht das? Durch das Groß-Berlin-Gesetz vom 25. April 1920, das am 1. Oktober 1920 in Kraft trat, wurden in die bisherige Stadtgemeinde Berlin die sechs kreisfreien Städte Berlin-Lichtenberg , Berlin-Schöneberg , Berlin-Wilmersdorf , Charlottenburg , Neukölln und Spandau sowie aus den umliegenden Kreisen Niederbarnim , Osthavelland und Teltow die Stadtgemeinde Cöpenick , 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke eingemeindet. Das Stadtgebiet vergrößerte sich von 66 km² auf 878 km². Damit war Berlin – nach Los Angeles – die flächenmäßig zweitgrößte und an der Einwohnerzahl gemessen – nach London (7,3 Millionen) und New York (5,6 Millionen) – die drittgrößte Stadt der Welt ( https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9F-Berlin#Das_Gro%C3%9F-Berlin-Gesetz ). Die Einwohnerzahl veroppelte sich von 1,9 Millionen auf 3,8 Millionen Einwohner.
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Spazierensehen im barocken Berlin. Jetzt gibt es den berühmten Vogelschauplan Residentia Electoralis Brandenburgica von Johann Bernhard Schultz gleich in zwei Versionen zu sehen. Einmal in der ursprünglichen von 1688, dem Todesjahr des Großen Kurfürsten, und einmal in einer leicht überarbeiteten Version von 1695. Sie finden die Pläne im Menü Karten/Übersicht. Außerdem gibt es noch weitere Luftbilder aus den 30er Jahren im Menü Ansichten und Texte zum Entstehen der Berliner Wasserversorgung und zu Berliner Richtstätten im Menu Informationen/Artikel und Texte.
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Luftbilder aus dem Berlin der 20er Jahre! Der Umzug auf einen neuen Server ist abgeschlossen und technisch scheint jetzt alles zu funktionieren. Auch inhaltlich ist die Seite gewachsen! Schauen Sie mal unter dem Menu "Ansichten" nach...
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Es ist soweit Nach längerer Vorarbeit habe ich mich entschlossen, meine Internetseite in einer Testversion ins Netz zu stellen. Warum Testversion? Zum einen macht der Begriff "Test" deutlich, dass die Seite noch nicht fertig ist. Ich möchte im praktischen Betrieb ausprobieren (und bin hierbei für Feedback dankbar), wo Gestaltung und Funktionalität der Seite noch verbessert werden können. Sie als Nutzer der Seite sollen sich in einer übersichtlichen Struktur intuitiv zurecht finden. Der Weg dorthin führt über probieren und verbessern.
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Serverproblem ! 16.05.2019 Der Umzug auf einen neuen Server ist erledigt. Technisch sollte jetzt wieder alles funktionieren, so dass ich nach und nach neue Inhalte einstellen kann.